Ich liebe meine Stadt Ennepetal!

Wilhelm Wiggenhagen - 30.08.2010

Und kommen sie mir jetzt nicht mit Gevelsberg als Wohnort des Bürgermeisters. Wer wie ich die Ennepetaler Art bereits mit der Muttermilch eingesogen und wer als Kind und Jugendlicher hier in Wald und Flur Ennepetaler Luft eingeatmet hat, wer hier zur Schule gegangen ist und bis zum heutigen Tage in der unmittelbaren Nähe seines Elternhauses arbeitet, der darf mit Fug und Recht von seiner Stadt reden. Anders als mit sich und der Welt unzufriedene Zugezogene, die 30 Jahre an dieser Stadt kein „gutes Haar“ lassen und bei denen man sich fragt, warum sie diese „trübsinnige Insel der Glückseligen“ nicht schon vor 25 Jahren in Richtung Nachbarstädte (in denen doch alles so viel besser ist) verlassen haben. Und selbst wenn diese notorischen Nörgler, denen Fach- und Sachverstand beim besten Willen nicht als Merkmale zuzuordnen sind, es nicht für möglich halten: Es gibt immer noch eine Menge Menschen, die gerne hier wohnen und sich mit dieser Stadt identifizieren. Sie „schwätzen“ nur kein Dummes Zeug, sondern krempeln die Ärmel hoch und sind aktiv in Verbänden und Vereinen; sie gestalten beispielweise in dieser Stadt ein Wochenende für sich und die Mitbewohner und lassen sich auch von Regenschauern nicht entmutigen. Gerne komme ich darauf gleich noch einmal kurz zurück.
Und wenn ich den Schwachsinn über angebliche Investoren, die sich - von Ennepetal abgeschreckt - weigern, hier zu investieren, lese, dann frage ich mich, ob denn die Wahrheit ach so wenig in das Weltbild eines Schreiberlings passt, dass man sich in dieser (merkwürdigen) Weise „ergehen“ muss. Fakt ist doch, dass uns nicht nur die Gewerbegrundstücke so schnell aus der Hand gerissen wurden, dass wir mit der Ausweisung neuer Gewerbeflächen gar nicht mehr nachkamen, sondern in gleicher Weise auch die Baugrundstücke im Bereich zwischen Büttenberg und Strückerberg. Alle werden doch nicht mit vorgehaltener Pistole zum Kauf gezwungen, sondern diese Stadt - und ihre Wirtschaftsförderungsabteilung - überzeugen mit sachlicher und kompetenter Arbeit. Dass natürlich an Schwachstellen (wo gibt es die denn nicht) weiter gearbeitet werden muss und wird, das bedarf doch keiner besonderen Erwähnung.
Wer - wie ich - am letzten Wochenende aufmerksam den Veranstaltungskalender verfolgt hat, der sieht, dass es den Rüggebergern offensichtlich Freude macht, ein Fest für diesen Ortsteil zu organisieren, dass die Schützen - diesmal in Voerde - die Tradition und den Zusammenhalt fördern und hoch halten und dass pfiffige Ennepetaler viel Arbeit und Zeit in die Ausrichtung eines Wandertages für Alt und Jung investiert haben. All „diese Investitionen“ werden die „neuen Zugezogenen“ sicherlich bald ebenso schätzen, wie die Tatsache, dass sie in Ennepetal bestens ausgestattete Kindergärten und Schulen für ihre Kinder vorfinden; Schulen, in denen über Ganztagsunterricht nicht erst diskutiert wird, sondern in denen er bereits Realität ist. Ich könnte in diesem Sinne unzählige weitere Beispiele aufzählen, will mich aber mäßigen und abschließend nur noch folgendes feststellen:
Wer nur - weil er einmal Schäden an bestimmten Straßen festgestellt hat - lauthals verkündet, die Politik in dieser Stadt habe das Geld „mit vollen Händen an der falschen Stelle ausgegeben“, der hat sich mit den Realitäten offensichtlich bisher noch nie ernsthaft beschäftigt. Er schreibt eben nur mal so drauf los! Aber auch das werden wir verkraften.

Schöne Grüße
an alle Ennepetaler von
Wilhelm Wiggenhagen