"Sommer, Sonne,....Cabrio"...
Wilhelm Wiggenhagen - 06.06.2010
(noch unter dem Eindruck meines heutigen Besuchs beim Teckelhalt und im Industriemuseum möchte ich Ihnen die folgende Geschichte nicht vorenthalten.)
…dröhnt es aus den - nachträglich eingebauten - Lautsprechern des VW - Cabrios aus den 60-er Jahren. Herbert L. aus Bochum Stiepel hat einerseits - wie jeden Sonntag - seine Prinz Heinrich Mütze auf und andererseits bereits auf dem Fahrersitz Platz genommen. Soeben erklärt er seinem Nachbarn, dass er mit seiner Frau an einem so schönen Tag (...“also wenn der Lorenz wie bekloppt brennt“) „imma ma gerne zu die mit den EN im Kennzeichen fährt, also nach Ennepetal“. „Globse Jupp, die haben eine Super Höhle, so für die Lunge zum Jubilieren, und einen Tierpark, wo die Inge immer die Brotreste vonne ganzen Woche an die Enten entsorgt“.
Zur gleichen Zeit gehe ich durch Milspe spazieren und begrüße viele Besucher mit einem freundlichen „Hartelijk Welkom“, denn rund ein Drittel der vielen Menschen um mich herum kommt aus dem niederländisch / belgischen Grenzgebiet, wo die Naturschönheiten Ennepetals zum Stadtgespräch gehören. In einem kurzen Telefongespräch versichere ich dem Landrat, dass in den nächsten Broschüren auch auf andere Besonderheiten im Ennepe-Ruhr-Kreis hingewiesen wird und als ich die Verkehrsnachrichten höre, erkenne ich voller Schreck, dass an diesem Wochenende wieder einmal alle Einfallstrassen nach Ennepetal verstopft sind. Während ich nach einem freien Stuhl in einem der zahlreichen Restaurants auf der Voerder Strasse suche, fällt mir ein, dass ich den Antrag des Hotel- und Gaststättenverbandes, zukünftig weitere Parkmöglichkeiten für die Besucher zu schaffen, unbedingt demnächst im Rat behandeln lassen muss. Gegenüber der Sparkasse finde ich ein Plätzchen und dann ..........
wache ich schweißgebadet auf !!!
Das war schon ein schöner Traum, aber erneut sind wohl „die (Traum-) Pferde mit mir durchgegangen“. Gut, dass der Herr Kusch vom Hotel- und Gaststättenverband, der mir im Arbeitskreis „Wandern/Radwandern“ gegenüber sitzt, von diesem Traum nichts weiß; ebenso die anderen Beteiligten, etwa vom Sauerländischen Gebirgsverein, den Heimatvereinen aus Voerde, Milspe und Rüggeberg, dem Industriemuseum, der Biologischen Station oder der Kreisverwaltung. Wenn nämlich Frau Dr. Tervooren von der Kreisverwaltung dem Landrat von meinem (geträumten) Telefongespräch erzählen würde, dann würde er sicherlich mehr als nur schmunzeln.
Aber! Warum soll so etwas immer nur ein Traum bleiben. Der Arbeitskreis ist mit äußerst engagierten Ennepetalern ausgestattet und manchmal reicht es auch schon, einmal „Dagewesenes“ wieder mit neuem Leben zu erfüllen. Wir sind ja nicht so vermessen, einen weltweiten Bekanntheitsgrad zu beanspruchen (obwohl einige Produkte aus dieser Stadt in der ganzen Welt bekannt sind), aber Ennepetal eignet sich hervorragend für die heute so beliebten „Kurz Tripps“. Und daran müssen wir glauben und daran müssen wir arbeiten. Tourismus ist ein Standortfaktor, den sich diese Stadt zu Nutze machen sollte. Sicherlich gab es in der Vergangenheit zahlreiche - von mir auch sehr bewunderte - Aktivitäten aus vielen Richtungen, aber letztlich sind sie alle wieder eingeschlafen. Wie so oft, hängt auch hier der Erfolg von den „handelnden Personen“ ab.
Mein Wunsch besteht darin, möglichst bald auch einen Ansprechpartner für Touristen und interessierte Besucher präsentieren zu können. Und sagen Sie jetzt nicht, „der träumt schon wieder“! Ich glaube mittlerweile, dass dies schneller geht, „als Sie es sich träumen lassen“.
Süße Träume
wünscht auch Ihnen
Wilhelm Wiggenhagen





