Eine Woche ist zu kurz,...

Wilhelm Wiggenhagen - 08.05.2010

um die Kulturszene, die zahlreichen Kulturschaffenden und alle Kulturorte einer Stadt komplett vorzustellen. Ich glaube auch, dass dies den Verantwortlichen der Kulturhauptstadt - Ruhr 2010 – sehr bewusst war, als sie die „Local - Heroes - Wochen“ zu einem Kernstück ihrer Veranstaltungsreihe und damit auch die ein wenig außerhalb des „klassischen“ Ruhrgebiets gelegenen Städte zu einem Bestandteil der Kulturhauptstadt machten.

Und immer wieder besteht auch die Gefahr, dass jemand das Gefühl hat, vergessen worden zu sein, obwohl er oder sie zu Recht für sich in Anspruch nehmen kann, sowohl innerhalb als auch über die Stadtgrenzen hinaus eine große Popularität zu genießen. Natürlich haben wir hier in Ennepetal weder den „Maler der Bibel“, El Shalom Wieberneit, noch den Theaterkreis des CVJM Voerde und schon gar nicht die Künstlerin Elisabeth Altenrichter-Dicke ( sie hat u.a. die „Hand“ im Innenhof des Hauses Ennepetal geschaffen und ist für das Glockenspiel am Gemeindezentrum an der Johanniskirche in Voerde verantwortlich ) vergessen. Aber schon mit der Nennung dieser Namen setze auch ich mich der Gefahr aus, einen oder eine andere(n) zu „unterschlagen“.

Am Ende dieser Veranstaltungswoche geht es mir darum, die Idee der Local Heroes Woche aufzugreifen, das Leitmotiv ein wenig umzuformulieren und ähnliche Wochen auch in den folgenden Jahren zum Bestandteil des wahrlich nicht kleinen Veranstaltungsreigens der Stadt Ennepetal zu machen. Hierzu bedarf es nach meinem Empfinden nicht unbedingt eines englischsprachigen Titels, sondern mir schwebt eine Woche vor, in der sich - natürlich neben der Kunst - andere für das Gemeinschaftsleben wichtige Personen und Organisationen vorstellen können oder an ihren Wirkungsstätten besucht werden. Sie merken, ich meine die unentbehrlichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer.
So könnten Teilnahmen an Trainingseinheiten verschiedener Sportvereine genau so organisiert werden, wie die Mithilfe bei den Sozial AG`s in den weiterführenden Schulen oder die Begleitung von MitbürgerIinnen bei Umweltschutzmaßnahmen.
Kurzum! Die Bürgerinnen und Bürger, die den Klebstoff für den Zusammenhalt unserer Gemeinde darstellen, sollten in dieser Woche verstärkt in den Focus der Öffentlichkeit gebracht werden. Nicht jeder fühlt sich bei seinen Aktivitäten wie ein Held! Das kann ich verstehen, aber es ist nicht selbstverständlich, wenn man Engagement und Zeit in den Dienst der Allgemeinheit stellt (und dies in den meisten Fällen auch noch kostenlos ).

In den letzten Wochen hat sich mein Mitarbeiter Carsten Michel verstärkt um die Local Heroes der Ennepetaler Kunst- und Kulturszene gekümmert. Das hat er gut gemacht und ich danke ihm dafür.
Aber, lieber Carsten, wer rastet, der rostet, und deshalb solltest du dich jetzt verstärkt der „Woche des Ehrenamtes“ ( dies ist zunächst nur ein Arbeitstitel ) annehmen.
Und am besten fängst du gleich mit einem Wettbewerb zur Namensfindung an!
Auf geht`s!!

Schönen Sonntag
wünscht
Ihr

Wilhelm Wiggenhagen