Prominente Unterstützung für unsere Bahnhofspläne?

Wilhelm Wiggenhagen - 11.04.2010

Wie gemeinhin „gut unterrichtete Kreise“ verlautbaren ließen, sollen sich Deutschlands bekannteste Lokomotive und ihr nicht weniger bekannter Begleiter, nämlich Emma und Lukas der Lokomotivführer, mit dem Gedanken tragen, sich dem neu gegründeten Bürgerverein Bahnhof - anzuschließen. „Es handelt sich um das interessanteste Bahnhofsempfangsgebäude, das wir auf unseren zahlreichen `Fahrten auf Schienen` - bis hin nach China - gesehen haben“, wird der mitreisende Jim Knopf zitiert, der im übrigen die Enge auf der heimatlichen Insel bedauert, weil er diesen Bahnhof daher nicht auf Lummerland präsentieren kann. ;-)

Damit wäre aber eine große Anzahl von Ennepetalerinnen und Ennepetalern auch nicht einverstanden; insbesondere nicht die 50 Menschen, die sich mittlerweile dem Verein zum Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes angeschlossen haben. Seit der ersten Zusammenkunft am 22. Januar ist nunmehr rund ¼ Jahr vergangen, ein Zeitraum der auch oder gerade hier in Deutschland benötigt wird, um das „Baby Verein“ ( umgangssprachlich ausgedrückt ) zu gründen und zum Laufen zu bringen. In Lummerland wäre dies wahrscheinlich alles etwas einfacher gewesen, aber hier bei uns gibt es nun mal nicht „König Alfons den Viertel-vor-Zwölften“, der die notwendigen Formalitäten mit einem Federstrich erledigt hätte.

So freue ich mich, dass jetzt voraussichtlich exakt ein Vierteljahr später, genau am 22. April 2010, die Mitglieder zusammen kommen, um mit der praktischen Arbeit fort zu fahren, bzw. die bisherigen Überlegungen zu vertiefen.
Unabhängig davon werden im Vorfeld einer Veranstaltung im Rahmen von Ruhr 2010, nämlich der sog. „Local-Heroes-Woche“, die am 02. Mai 2010 für uns in Ennepetal beginnt, am Bahnhofsgebäude Verschönerungsarbeiten durchgeführt, und darüber hinaus wird wahrscheinlich noch in dieser Woche das Hinweisschild auf Ennepetaler Sehenswürdigkeiten aufgestellt werden können.
Nach dem wetterbedingten Stillstand macht der behindertengerechte Umbau nun auch weitere Fortschritte, und wenn es dem Bürgerverein gelingt, ein finanzierungssicheres und tragfähiges Konzept für das Gebäude zu entwickeln, dann hat sich die Arbeit um den Erhalt des Bahnhofes dank einiger sehr engagierter Ennepetaler/Innen - allen Unkenrufen zum Trotz - doch gelohnt.

Ich habe Verständnis dafür, dass sich nicht jeder in Ennepetal für den Erhalt dieses Denkmals ausspricht, ich bitte aber diese Mitmenschen, meinen Wunsch und den der Mitglieder des Fördervereins nach Erhalt ebenso zu respektieren.
Denn ich wäre schon traurig, wenn wir unseren Bahnhof demnächst vielleicht nur als Dekoration in der Augsburger Puppenkiste wiederfinden würden. Wir sind keine „Insel der Glückseligen“, aber letztlich doch mehr als nur eine „Insel mit zwei Bergen“.

Schöne Grüße
Wilhelm Wiggenhagen