"Was geht denn da ab?,"
Wilhelm Wiggenhagen - 11.03.2010
frage ich mich bei der aktuellen Diskussion über die personelle Veränderung bei der Geschäftsführung des Citymanagements.
Opposition ist ein gewollter - richtiger und wichtiger - Bestandteil der demokratischen Auseinandersetzung, aber ich frage mich, ob es so wenig zu „opponieren“ gibt, dass die Vorschläge des Bürgermeisters in der Ratssitzung aufgegriffen werden müssen, um einen - eigenen - Antrag zu formulieren. Denn ich hatte sehr deutlich darauf hingewiesen, dass
1.) der personelle Wechsel im Citymanagement jetzt dringend erforderlich sei,
2.) der neue Geschäftsführer selbstverständlich zunächst seine Aufgaben als Kinderbeauftrag-
ter weiter wahrnehmen wird und
3.) kurzum eine oder ein neue (r) Kinderbeauftragte (r) vorgestellt wird.
Ich weiß wirklich nicht, welchen Teil von „Es wird auch weiterhin einen Kinderbeauftragten geben“ die SPD-Fraktion nicht verstanden hatte. Trotzdem bin ich froh über deren Begehren, kurzfristig einen Personalvorschlag zu unterbreiten, denn es hätte ja unter Umständen passieren können, dass ich meinen eigenen Vorschlag vergesse.
Verzeihen Sie mir den Sarkasmus! Aber ich frage mich, ob es den Diskutanten wirklich um die Kinder geht oder nur um eine Schlagzeile in der Zeitung - aber dann doch bitte mit eigenen Ideen!
Und anstatt auf einer Verwaltung „herum zu prügeln“, die doch - wie schon Petra Backhoff vom Kinderschutzbund heute richtigerweise ausführte - sehr aktiv dafür gesorgt hatte, dass es in Ennepetal über einen längeren Zeitraum ein Kinder- und Jugendparlament gegeben hat, sollten sich diejenigen, die sich zur Zeit lauthals empören, die Frage gefallen lassen, ob es Ihnen in dieser - wahrlich nicht kurzen - Zeit gelungen ist, Jungparlamentarier des KiJuPa zu einem Parteibeitritt zu bewegen. Mir ist nur einer erinnerlich, der sich dann einer freien Wählergemeinschaft angeschlossen hat. Könnte es nicht sein, dass die jungen Leute weniger von der Verwaltung als eher von den politischen Umgangsformen abgeschreckt wurden? Hat man sich wirklich um die jungen und engagierten Menschen bemüht? Am Engagement meines Kollegen Uli Schilling hat es jedenfalls nicht gelegen, dass es zur Zeit kein KiJuPa gibt und ich verwahre mich dagegen, wie gehabt nach „Schema F“ die Verwaltung und damit auch den Bürgermeister zum „Prügelknaben“ machen zu wollen. Wie wäre es eher mal mit „einem Griff an die eigene Nase“?
„Der Kinderschutzbund will Wiggenhagen!“ Das ehrt mich, aber ich kann nur sagen:
„Die Kinder in Ennepetal haben Wiggenhagen!“ Und ich weiß genau, dass sie unsere Zukunft sind. Aber für die Zukunft der Kinder müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen. Ich werde weder die Verantwortung für die Kinder, noch die für die gesamte Stadt, die mir die Bürgerinnen und Bürger aufgetragen haben, auf dem „Altar einer kurzfristigen Schlagzeile“ opfern. Dazu sind mir die Kinder zu wichtig!
Schaun wir doch in den nächsten Wochen mal genau hin, wer in Ennepetal „mit Luftblasen hantiert“!
Schöne Grüße
Wilhelm Wiggenhagen





