"Vorsicht!! Baum fällt"...

Wilhelm Wiggenhagen - 06.02.2010

hören Sie schon laut und vernehmlich und erwarten nach der nächsten Wegbiegung eine Schar von Waldarbeitern bei üblichen Rodungsarbeiten. Ein wenig haben Sie sich schon gewundert, denn Sie befinden sich nicht mitten in einem Waldgebiet, sondern - zwar außerhalb des Stadtzentrums, aber immerhin doch noch - in bebautem Gebiet der Stadt Ennepetal.
Und dann sehen Sie die Fahrzeuge und es fällt Ihnen wie „Schuppen von den Augen“, dass wieder einmal Feuerwehr oder Technisches Hilfswerk zur Stelle sind, weil die riesigen Schneemengen der vergangenen Tage den Bäumen „ganz schwer zur Last fallen“ und diese in ihrer bemitleidenswerten Situation letztlich „mit Umsturz“ drohen. Im Amtsdeutsch reden wir von Gefahrenbäumen, also solchen, die eine Gefahr für Leib und Leben der Menschen darstellen. Und die müssen schnellstens gefällt werden. Denn wer möchte schon einen Baum auf seinem Autodach oder in seinem Vorgarten wiederfinden ?
Machen wir uns aber auch Gedanken darüber, wer die Menschen mit den Kettensägen sind, die dort- auch bei Eiseskälte oder in der Dunkelheit - für unseren Schutz und unsere Sicherheit arbeiten? Viele von Ihnen haben schon einen prall gefüllten Arbeitstag hinter sich und sind trotzdem als freiwillige Feuerwehrleute oder Freiwillige bei anderen Institutionen, wie dem Technischen Hilfswerk oder dem DRK ( um nur einige zu nennen ), im Einsatz. Und z.B. die Feuerwehr ist nicht nur zur Stelle, wenn es brennt, sondern in den letzten Tagen und Wochen auch dann, wenn Schneelasten oder Eiszapfen zu beseitigen sind. So manch ein Eigentümer wird froh gewesen sein, dass sein Hilferuf gehört wurde. Über einen besonders spektakulären Einsatz der Feuerwehr und des THW bei einer einsturzgefährdeten Reithalle in Ennepetal am Schlagbaum berichtete unsere heimische Presse noch in dieser Woche.
Nach mir vorliegendem Zahlenmaterial waren „in Sachen Schnee“ in letzter Zeit alleine 10 Personen für das DRK, 27 Personen für das THW und ( neben 28 Hauptamtlichen) 33 freiwillige Feuerwehrkräfte im Einsatz. Teilweise haben sie bis in die Nacht geschuftet und ich weiß von verschiedenen, dass sie erst gegen 4. 00 Uhr am Morgen ins Bett gekommen sind. Ich glaube auch in Ihrem Namen sprechen zu dürfen, wenn ich mich bei allen - namenlosen, aber unersetzlichen - Aktiven bedanke. Ihr unermüdlicher und vor allen Dingen ehrenamtlicher Einsatz, hat so manches Problem gelöst. Ich hoffe sehr, auch weiterhin auf das ehrenamtliche Engagement setzen zu dürfen und verbinde dies mit dem weiteren Wunsch, dass alle „Ehrenamtler“ auch in der Zukunft so verständnisvolle Arbeitgeber finden oder finden werden, wie bisher.
Bei allen bedanke ich mich noch einmal sehr herzlich für diesen
- nicht hoch genug zu lobenden -„Dienst an der Allgemeinheit“ !!

Ihr
Wilhelm Wiggenhagen