Streitet Euch doch nicht über solche Kleinigkeiten...

Wilhelm Wiggenhagen - 12.11.2009

werden im vergangenen Jahr zahlreiche Bürgerinnen und Bürger gedacht ( möglicherweise auch gesagt ) haben, wenn sie die Zeitungsberichterstattung über die Personalausstattung des Jugendamtes und die unterschiedlichen Auffassungen zwischen Jugendhilfeausschuss, Jugendamtsleitung und Verwaltungsleitung gelesen haben.

Recht hatten diese Menschen! Denn im Ergebnis ging es hierbei lediglich um eine halbe Personalstelle und ich persönlich weigere mich einfach, darüber so exzessiv zu diskutieren, wie dies in der zurückliegenden Zeit geschehen ist. Denn es gibt wahrlich Wichtigeres für diese Stadt zu tun.
Zu den auch in den heimischen Medien diskutierten Irritationen zwischen der Verwaltungsleitung, der Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses und der Jugendamtsleitung habe ich eine sehr eigene Meinung.

Um diese auch den Ausschussmitgliedern zu vermitteln, habe ich an der ersten Sitzung des neu gebildeten Jugendhilfeausschusses teilgenommen und die Sitzung bis zur Wahl der alten und neuen Vorsitzenden Dr. Hella Siekermann auch selbst geleitet.

Ich habe nicht nur deutlich gemacht, dass ich hinter meinen Kolleginnen und Kollegen des Jugendamtes stehe, sondern auch, dass das Eintreten für Kinder und Jugendliche ein elementarer Bestandteil der Tätigkeiten einer Kommune ist und ich deshalb die Beratungen und Empfehlungen des Ausschusses mit ganz besonderem Interesse verfolgen werde.
Andererseits sollte aber der Jugendhilfeausschuss auch wissen, dass ich als Bürgermeister nicht einfach alle Ideen unreflektiert zur Kenntnis nehmen und umsetzen kann. Denn auch ich werde - wie alle meine Vorgänger - einen Abwägungsprozess vornehmen und mir meine eigene Meinung dazu bilden, ob eine Idee oder ein Vorschlag notwendig oder lediglich wünschenswert ist. Denn bei allem Verständnis für Verbesserungen der Situation für unsere Kinder muss gerade die Frage, ob wir mit einer Entscheidung unseren Nachfahren unnötige Kosten aufbürden, genauestens untersucht werden.

Letztlich setze ich allerdings darauf, dass der Ausschuss bei seinen Beratungen diesen Umstand gebührend würdigen wird und so habe ich deutlich gemacht, dass meiner Meinung nach ähnliche Irritationen schon deshalb ausbleiben werden, weil
- der Ausschuss davon ausgehen kann, dass der Bürgermeister einen sachlichen Dialog favorisiert und
- ich selber davon ausgehe, dass der JHA die besondere Situation und Verantwortung eines Bürgermeisters entsprechend respektiert.


Schöne Grüße
von „einem immer gesprächsbereiten“

Wilhelm Wiggenhagen