Der Hase und der Igel,
Wilhelm Wiggenhagen - 15.09.2011
das ist eine Fabel, die jeder von uns kennt. Auch ich bewundere zwar den Ideenreichtum des Igels, komme aber auch nicht um die Feststellung herum, dass „der Sieg über den Hasen“ letztlich mit nicht ganz legalen Mitteln errungen wurde. Ist für einen solchen „Sieg“ und für den „Applaus der Massen“ jedes Mittel recht?
Ich meine: „Nein, ...auch dann nicht, wenn ich mich in einer vermeintlich schwächeren Position befinde und glaube, keine anderen Mittel zu haben“. „Nein, ... erst Recht dann nicht, wenn ich die Menschen geschickt in den Glauben versetzt habe, dass ich den Wettkampf` nicht für mein eigenes Ego, sondern für sie führe“.
Wie komme ich jetzt darauf ?
Die Zeiten, meine verehrten Leserinnen und Leser, haben sich - und ich sage hier ganz bewusst: zum Glück - geändert. Wurde die Qualität eines Bürgermeisters in der Vergangenheit schon mal daran gemessen, wie viele - ungerechtfertigte - verbale Angriffe er wegstecken konnte, ohne sich dazu zu äußern, ist im Zeitalter von Internet und PC sicherlich eine Wandlung eingetreten. Diejenigen, die sich „im Nest der - ihrer Meinung nach - üblichen medialen Welt“ eingenistet haben, können gar nicht verstehen, dass sich auch ein Bürgermeister die Möglichkeiten der modernen digitalen Welt zu Nutze macht und so auf bestimmte Merkwürdigkeiten hinweist. Dann fehlt ihm gleich die Souveränität und er verunglimpft honorige Menschen, die mit ihren Leserbriefen doch „nur der Stadt Bestes wollen“.
Das ist schlichtweg Dummes Zeug! Ich nehme mir auch zukünftig das Recht heraus, persönlich zu reagieren und eventuell auch einmal darauf hinzuweisen, dass „ein Igel mit etwas - na sagen wir: - bedenklichen Finten agiert und dabei seinen `Applaudierern` Sand in die Augen streut“.
Übrigens, habe ich wirklich nichts gegen eine öffentliche Diskussion unterschiedlicher Auffassungen und ich billige auch jedem Verwandten eines Diskutanten das Recht zu, seine Meinung in Form eines Leserbriefes zu äußern. Aber bitte! Auch dem objektivsten Betrachter solcher Vorgehensweise wird es schwer fallen, diesen Leserbriefschreibern uneingeschränkte Objektivität zuzubilligen und insofern bleibe ich dabei, dass ich niemals das Recht der freien Meinungsäußerung kritisiere, sondern nur versuche, konzertierte - auch verwandtschaftliche - Aktionen öffentlich zu machen. Das gefällt nicht jedem! Aber ich werde weiterhin darauf hinweisen.
Genau so, wie ich darauf hinweisen werde, dass der Landrat Dr. Arnim Brux, der Bürgermeister der Stadt Breckerfeld Klaus Baumann, der Landtagsabgeordnete Hubertus Kramer und ich in einer gemeinsamen Aktion für die Instandsetzung der L 699 (wunderschöne Straße durch das Tal der Ennepe) eingetreten sind und weiterhin dafür eintreten werden. Und kaum war das bekannt, da war der Igel schon in der Peddenöde und hat den Bürgerinnen und Bürgern Unterstützung zugesagt, wohl wissend, dass die Obengenannten schon tätig waren. Die Presse bringt der Öffentlichkeit zwar nahe, dass der Igel „keine Zusagen machen könne“, aber immerhin: er (sie) war jedenfalls da!
Die Bürger werden aber schon merken, ob das eine ernst gemeinte Unterstützungsaktion ist oder - wieder einmal - nur ein politisches Showgeschäft.
Ich habe mir für das nächste Jahr als Bürgermeister vorgenommen, einige öffentliche Anlagen ein wenig mehr mit Blumenschmuck zu versehen und werde den Rat bitten, einen angemessenen Betrag hierfür vorzusehen.
Das Risiko, dies öffentlich zu äußern, gehe ich ganz bewusst ein, denn ich möchte einfach mal sehen,
... ob der Igel hier erneut eine Idee eines anderen aufgreift, um sich selbst in ein besonderes Licht zu stellen und sagt:
„.... Da bin ich wieder! Ich kann zwar nichts versprechen, aber liebe Bürgerinnen und Bürger, es reicht Euch doch sicherlich, wenn ich sage: ....ich bin da gewesen, habe wieder einmal nichts versprechen können, freue mich aber über ein Bild in der Zeitung!“
Glauben Sie mir, liebe Leserinnen und Leser, ich werde nicht am Ende – wie der Hase in der Sage – schlappmachen, sondern auch zukünftig derartige von mir geschilderte „Merkwürdigkeiten“ aufzeigen, um diese den Menschen in Ennepetal bewusst zu machen.
Liebe Grüße
Ihr
Wilhelm Wiggenhagen





