Das ist schon ein Kreuz mit den Fremdwörtern.....Frau Kollegin
Wilhelm Wiggenhagen - 23.06.2011
Da erhalte ich doch im Laufe dieser Woche einen Brief von meiner Ratskollegin Anita Schöneberg, in dem sie behauptet, es gebe zu einer Veranstaltung mit Bürgern zum Thema Fußgängerzone am 15. Juni 2011 in Milspe kein Protokoll und das „sei .... an Dilettantismus nicht zu überbieten“.
Nun ist der Vorwurf an sich schon lächerlich genug, denn die zusammenfassende Darstellung des Ablaufes war schon wenige Stunden später der städtischen Internetseite zu entnehmen. Bis heute habe ich keine Beschwerden darüber gehört, dass die dortigen Aussagen falsch sein sollten. Wer lesen kann ist „klar im Vorteil“ und insofern wollte ich mich auch nicht weiter damit befassen. Wenn da nicht......!
Ja, wenn da nicht das Jonglieren mit den Fremdwörtern gewesen wäre.
Nun kann man sich natürlich einfach dazu hinreißen lassen, einem anderen Dilettantismus vorzuwerfen und nur die zur Zeit negativ belegte Bedeutung im Auge zu haben. Man sollte sich aber vielleicht auch einmal damit beschäftigen, dass das Verb dilettieren seit dem 18. Jahrhundert in der deutschen Sprache zu finden ist, und zwar insbesondere in der Bezeichnung musikalischer Werke, die für „Kenner und Liebhaber“ geschrieben wurden. Unter diesem Aspekt betrachte ich mich - im Gegensatz zu der Briefschreiberin - als ein „Kenner der Thematik: Schriftliches Festhalten und geschicktes Formulieren bei der Zusammenfassung von Veranstaltungen, die über 2 Stunden dauern“ und fühle mich deshalb von ihr fast schon gelobt (obwohl es natürlich nicht so gemeint war).
Deshalb an dieser Stelle der Rat: Falsche Behauptungen werden sehr schnell als das entlarvt, was sie sind, nämlich: „Falsche Behauptungen“.
Nein, geärgert hat sie sich offensichtlich viel mehr über meinen humorvoll gemeinten Vorschlag an einen Fraktionskollegen, er möge sich - so ihm denn aus welchen Gründen auch immer die Aufzeichnungen der Stadtverwaltung nicht ausreichen - an seine Fraktionskollegin wenden, die - wie ich wisse - auch fleißig mitgeschrieben habe. Ich gehe jedenfalls „zum Lachen nicht in den Keller“ und hätte das Augenzwinkern bei dieser Auskunft sofort erkannt. Sie hat es aber offensichtlich nicht so gesehen.
Auch hier ein Rat! Kommunalpolitik hat so viele Probleme abzuwä(ie)gen, dass man mit einer „Goldwaage“ nicht sehr weit kommt. Und irgendwann sollte man auch mal eine wiederholte Niederlage verarbeitet haben.
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
nehmen Sie bitte diese Zeilen als eine ein wenig humoristisch (witzig, schelmisch, humorvoll, launig) angereicherte und ironische (Ironie = humorvolle Provokation) Satire (S. bedient sich häufig der Übertreibung)! Denn nur wirklich ernsthafte Anmerkungen oder Schreiben kann man auch wirklich ernst nehmen.
Aber nicht so was, Frau Kollegin!
Wie gesagt: Es ist schon ein Kreuz.......!
Schönes verlängertes Wochenende
wünscht
Wilhelm Wiggenhagen





