"Wie kommt denn dann sein Name dahin,
Wilhelm Wiggenhagen - 06.06.2011
wenn er das gar nicht geschrieben hat“, war meine stereotype Antwort auf Mutmaßungen zahlreicher Ennepetaler, die ich am Wochenende auf der Voerder Kirmes getroffen habe und die mich auf den „medialen Rundumschlag“, man könnte auch sagen: die „mediale Attacke“ eines Bewohners der Lindenstrasse in der Westfälischen Rundschau ansprachen. „Jeder der sich derartig uninformiert in die Öffentlichkeit begibt“, fuhr ich in der Regel fort, „ muss damit rechnen, dass sein fehlendes Sach- und Fachwissen offen angesprochen wird.“
Ich habe, liebe Leserinnen und Leser, Respekt vor „alten Voerdern“, aber ich erwarte das für mich und meine Familie ebenso. Denn die Wiggenhagens waren hier im Tal der Ennepe schon ansässig, als etwa über den Blau Weiß Voerde oder den RSV Altenvoerde wahrscheinlich noch niemand nachgedacht hatte. Und ob ich jetzt in einer anderen Stadt wohne, ist doch wohl völlig unerheblich. Ich arbeite für „meine Stadt“ und eben nicht für eine Firma von auswärts. Ich gehe zum Schlafen nach auswärts, aber um etwas zu Bewegen bin ich täglich vor Ort.
Die Medien hatten sehr ausführlich darüber berichtet, dass alle Parteien im Rat der Stadt Ennepetal die Schließung einiger Kinderspielplätze beschlossen hatten. Beschlossen wurde aber auch, für den Spielplatz in Voerde einen Sponsor zu finden.
Und! Was wurde gefunden? Richtig, eine Art „Sponsor“!
Und wer hat ihn gefunden? Lassen wir das!
Oder ist es auf der Lindenstrasse ebenso wenig angekommen, dass das Archivmaterial kurz davor stand, im Haus der Begegnung auf immer und ewig zu verrotten? Wo sind die Voerder Bürger, für die sprechen zu dürfen, Friedrich Wilhelm Thun für sich in Anspruch nimmt? Ich kenne nur andere Stimmen, die sich darüber freuen, dass man auch zukünftig ohne Sorge im „Schatz der Stadt“ stöbern kann.
Ich erspare mir Einzelheiten zur Erwiderung auf die geradezu groteske pauschale Behauptung, es sei für Familien, Kinder, Senioren und Behinderte nichts getan worden. Im Rahmen der - leider beschränkten - finanziellen Ressourcen dieser Stadt genießen diese Punkte bei mir so hohe Priorität, dass ich gerade diesen Vorwurf fast schon als persönliche Beleidigung auffassen muss.
Ich möchte schließen mit den Empfehlungen an den Leserbriefschreiber,
- sich wegen der Änderung der Wahlbestimmungen (schließlich gibt es Wahltermine - schon vergessen?) vielleicht mal an die heimischen Abgeordneten zu wenden,
- mir bei Gelegenheit einmal den Informanten zu nennen, der behauptet haben soll, der Rat habe keinen Einfluss mehr auf die neu gebildete Anstalt öffentlichen Rechts, denn so einen „Blödsinn“ kann ein Insider gar nicht erzählt haben und
- mir irgendwann mal zu erklären, wieso das Ehrenamt mit „Füßen getreten“ wird, wenn gleichzeitig eine neue (halbe) Stelle für das „Ehrenamt“ eingerichtet werden soll.
Lassen wir es bei diesen Äußerungen. Ich gehe morgen noch einmal nach Voerde zum Feuerwerk und nächste Woche bin ich in Milspe beim Pfingstturnier. Sie hoffentlich auch!
Und ......, glauben Sie nicht alles, nur weil es in der Zeitung steht.
Ihr Wilhelm Wiggenhagen





